Nachlese Aktionswochen 2011
Bereits zum zehnten Mal wurden in diesem Jahr von der Leitstelle Älterwerden im Rathaus für Senioren die Aktionswochen „Älterwerden in Frankfurt“ ausgerichtet. Die Veranstaltungsreihe bot Frankfurter Seniorinnen und Senioren und allen anderen Interessierten mit weit über hundert verschiedenen Veranstaltungen ein abwechslungsreiches und interessantes Programm mit vielen Informationen und Anregungen zu den unterschiedlichen Themen des Älterwerdens. Darüber hinaus gab es zahlreiche Veranstaltungen zum Mitmachen, Erleben und Wohlfühlen.
Das diesjährige Motto der Aktionswochen lautete „Älterwerden: Neugierig bleiben, lernen und weitergeben“. Es bezog sich auf die Möglichkeit und Chance des lebenslangen Lernens, das auch im Alter noch möglich ist. Hier bot sich älteren und alten Menschen Gelegenheit nicht nur am kulturellen Leben teilzuhaben, sondern auch Neues zu entdecken, alte Talente wieder zu beleben und bisher Unbekanntes kennen zu lernen.
Träger der freien Wohlfahrtspflege, zahlreiche Frankfurter Vereine, Privatpersonen und Institutionen beteiligten sich mit Veranstaltungen an der Aktionswoche, so dass vier große Themenbereiche abgedeckt wurden (Wohnen, Gesundheit, Pflege sowie Kultur, Sport und Bildung) und mit zahlreichen Angeboten aufgewartet werden konnte. Mit 96 Einzelveranstaltungen des Themenbereichs „Kultur, Sport und Bildung“ war das Veranstaltungsangebot besonders umfangreich. Ein besonderes Highlight hier war die Themenreihe „Zeit für Musik“ der Musikhochschule Frankfurt, zu deren Eröffnungskonzert in der Schirn Kunsthalle fast 200 musikinteressierte Gäste erschienen.
Mit 30 Veranstaltungen zum Thema „Gesundheit“, knapp 20 Veranstaltungen zum Thema „Wohnen“ und 18 Veranstaltungen zum Thema „Pflege“ waren wichtige Schwerpunkte des Themas Älterwerden vertreten. Auch 20 „Tage der offenen Tür“ ermöglichten den Besucher sich in verschiedenen Einrichtungen im Stadtgebiet umzuschauen und sich zu informieren.
Auftakt der Aktionswochen bildete die beliebte Talkrunde mit der Seniorendezernentin Frau Prof. Dr. Daniela Birkenfeld. Zum Gespräch der Dezernentin mit anderen Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern waren alle Besucher herzlich willkommen. Gäste waren in diesem Jahr die frühere Leiterin des Stadtgesundheitsamtes Frau Dr. Margarethe Peters, der frühere Vorsitzende des Sozialausschusses Herr Rudi Baumgärtner, der frühere Frankfurter Stadtrat Herr Prof. Dr. Peter Rhein und Herr Rolf Schmitz, einer der letzten Zeitzeugen der Frankfurter Altstadt.
Die Fachtagungen „Rehabilitation vor Pflege“, „Wohnen im Alter“ und der in Kooperation mit der Fachhochschule Frankfurt veranstaltete Workshop „Reduktion von Fixierungen“ (Redufix ambulant), griffen Themen auf, die sowohl Wissenschaftlern, Fachleuten und Praktikern als vor allem auch der Zielgruppe unter den Nägeln brannten. Besonders die als Workshop konzipierte Kooperation mit der Fachhochschule Frankfurt zum Projekt „Redufix“ unterstrich den Netzwerkcharakter der Fachtagungsreihe im Sinne einer Kontakt- und Kommunikationsplattform, auf der sich Theorie und Praxis zum lebendigen Austausch begegnen.
Ein weiteres Highlightfür viele Besucher der Aktionswochen war der Bunte Nachmittag im Garten des Rathauses für Senioren mit einer Modenschau im Stil der 20er Jahre und mit dem musikalischen Rahmenprogramm der mitreißenden Musikgruppe „Blind Foundation“, die mit ihrer Musik die pure Lebenslust, Leidenschaft und Spielfreude verkörpert und ihr Potenzial aus ihrem sehr vielseitigen Programm von fetzigen Schlagern, Tanzmusik, bis Rock, Pop und Blues schöpft.
Abschluss der Aktionswochen bildete eine Bürgeranhörung, die im Plenarsaal des Frankfurter Römers stattfand. Die Veranstaltung stand unter dem Thema „Wir sind dabei. Ältere Menschen gestalten ihre Stadt“. Musikalisch begleitet durch den Chor des DGB wurden während der Veranstaltung die Initiativen „Freundeskreis Liebenswertes Frankfurt“ und „Stolpersteine“ sowie der Verein „Natur und Kultur e.V.“ geehrt. Hier waren alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aufgefordert teilzunehmen und sich zu beteiligen.
Wie in den vergangenen Jahren wurden diese Schwerpunktveranstaltungen auch 2011 durch die Leitstelle Älterwerden inhaltlich geplant und durchgeführt.
Auch die Öffentlichkeitsarbeit der Aktionswochen war gut aufgestellt. So wurden gut 20.000 Programmhefte gedruckt und verteilt, ebenso wie nicht weniger als 13.000 Informationsfaltblätter, die neben den Aktionswochen auch einzelne Veranstaltungen wie zum Beispiel den „Bunten Nachmittag“ bewarben. Daneben wurde mit Plakaten und mit Einspielungen auf den stadtweit installierten Monitoren der Firma Infoscreen für die Aktionswochen 2011 geworben. Zum Start am 23. Mai wurden an prominenten Frankfurter Plätzen wie etwa dem Opernplatz Fahnen mit dem Logo „Älterwerden in Frankfurt“ gehisst, die bis zum Ende der Aktionswoche im Wind flatterten und ein weithin gut sichtbares Zeichen derselben waren.





