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Reiseberichte

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Schiffsausflug nach St. Goar

Die Tagesfahrten 2011 für Senioren fanden auch dieses Jahr wieder auf dem Wasser statt. Vom 27.06. bis 30.06. und vom 04.07. bis 06.07.11 konnten die Teilnehmer die wohl schönste Rheinstrecke, den sog. „romantische Rhein“ auf dem Schiff erleben.
Seit 2002 befindet sich die Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal auf der Liste des Unesco-Welterbes. Die Vielfalt und Schönheit dieser außergewöhnlichen Landschaft sticht einerseits durch die von Natur aus geformter Flusslandschaft hervor, andererseits ebenso durch die von Menschenhand erbauten Burgen, Festungen und Häuser entlang des Flusses.

Burg am Rhein

Am Dienstag den 05. Juli 2011 fand eine der insgesamt 7 Schifffahrtstouren auf dem Mittleren Rhein statt. Das Rathaus für Senioren hatte auch für die diesjährigen Tagesfahrten für viele Frankfurterinnen und Frankfurter eine unvergessliche Schifffahrt organisiert. Über 3000 Personen, verteilt auf  7 Tage, konnten die wunderschöne Rheinfahrt von Wiesbaden-Biebrich bis nach St. Goar genießen. Vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten,  den aufgereihten Höhenburgen und Festungen auf den Felsvorsprüngen, den kleinen Inseln, entlang den bezaubernden Ortschaften Eltville, Bingen, Bacharach und Oberwesel fällt der Blick auch immer wieder auf die berühmten Weinhänge entlang des Rheins.  Neben den unvergleichlichen Eindrücken, die sich auf dieser Tour eröffnen, lässt der Loreley-Felsen viele Besucher in die sagenumwobenen Geschichten über die Loreley eintauchen. Der Legende nach verzauberte die Loreley mit ihrer einzigartigen Schönheit, ihren langen goldenen Haaren und ihrem lieblichen Gesang die Schiffer auf dem Rhein, so dass diese trotz gefährlicher Strömung nicht mehr auf den Kurs achteten und mit ihren Schiffen an den Felsenriffen zerschellten. Auch Heinrich Heine faszinierte die Geschichte über die Loreley und verfasste 1824 das wohl bekannteste Gedicht „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten…“, das in die Literaturgeschichte einging.

Von verschiedenen Abfahrtsstellen in Frankfurt ging es mit dem Bus um 8.15 Uhr nach Wiesbaden-Biebrich. Dort betraten die über 400 Passagiere das Schiff „MS Franconia“. Die herzliche Begrüßung an Bord erfolgte durch den Eigentümer Herrn Sitzer, der die ca. dreistündige Fahrt nach St. Goar mit viel Witz, Humor und geschichtlichem Hintergrundwissen moderierte. Das besonders freundliche Bordteam der „MS Franconia“ beköstigte die Gäste zum Mittag mit ofenfrischem Schweinebraten und Sommergemüse. Die musikalische Begleitung, der Alleinunterhalter „Herbert“, unterhielt die Tanzbegeisterten mit einem umfangreichen musikalischen Repertoire. Spätestens als mit dem Hit „Something Stupid“ der „Swing“ geweckt wurde, stürmten die ersten Gäste auf die Tanzfläche. Des Weiteren sorgte die Textsicherheit der Gäste für eine fröhliche und ausgelassene Stimmung an Bord.

Tanz auf dem Schiff

Um 12.45 erreichte das Schiff St. Goar. Dort boten sich den Besuchern viele Möglichkeiten, ihre Zeit auf Land zu nutzen. Neben einem entspannten Bummeln durch die charmante Altstadt entlang den vielen Cafes  hatte man auch Möglichkeit mit dem Burgexpress auf die größte Burgruine am Rhein, „Burg Rheinfels“,  zu fahren und dort die mittelalterliche Historie zu bestaunen und einen unvergesslichen Blick auf die Rheinlandschaft zu genießen. Wer nicht so weit hinauf wollte, den lockte auch eine nicht weniger eindrucksvolle, einzigartige Attraktion: das deutsche Puppen- und Bärenmuseum. In liebevoller und detailgetreuer Arbeit findet der Besucher dort eine private Sammlung von mehr als 3000 Puppen, Bären und Puppenstuben verschiedener Epochen. Viele Besucher erinnerten sich zurück an ihre Kindheit, tauschen sich untereinander aus und es entsteht eine ganz besondere nostalgische Atmosphäre. Zurück an Bord legte das Schiff um ca. 15.30 Uhr ab. Das Bordpersonal servierte nun den schon im Vorfeld angekündigten und hoch gepriesenen „Schoko-Kokos-Kuchen“. Zusammen mit einer Tasse Kaffee stärkten sich die Gäste und es hielt nicht lange an, da waren die ersten Tanzpaare auch schon wieder auf der Tanzfläche. Wer es lieber etwas ruhiger mochte, der konnte auch einfach die wunderschöne Heimfahrt auf dem Außendeck genießen und die Seele baumeln lassen. Krönender Abschluss der Schifffahrt war die Suche nach den ältesten Besuchern auf dem Schiff. Die drei Frauen (91 Jahre) und ein Mann (89 Jahre) freuten sich sehr, als sie auf die Bühne geführt wurden und eine handsignierte Flasche Wein überreicht bekamen.

Um 18.20 Uhr erreichte das Schiff Assmannshausen und von dort ging es mit den Bussen zurück nach Frankfurt. Dieser Ausflug wird vielen Besuchern wohl in Erinnerung bleiben, denn die malerische Kulisse entlang des Mittelrheins ist besonders vom Schiff aus ein einzigartiges Erlebnis.

Verena Quick, Berufspraktikantin der Leitstelle Älterwerden