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Anerkennung und Förderung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag

Pflegebedürftige Menschen in häuslicher Pflege haben nach § 45 b Sozialgesetzbuch (SGB) XI Anspruch auf einen zweckgebunden einzusetzenden Entlastungsbeitrag in Höhe von bis zu 125 Euro monatlich. Hierfür muss die Leistung eines nach § 45 a SGB XI anerkannten Anbieters in Anspruch genommen werden.

Aufgrund der von der hessischen Landesregierung nach dem SGB XI erlassenen Verordnung über die Anerkennung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag (Pflegeunterstützungsverordnung/PfluV) sowie den im Januar 2019 verabschiedeten Ausführungsbestimmungen bestehen folgende Möglichkeiten der Anerkennung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag:

Betreuungsangebote, in denen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unter pflegefachlicher Anleitung die Betreuung von Pflegebedürftigen mit allgemeinem oder besonderem Betreuungsbedarf in Gruppen oder im häuslichen Bereich übernehmen. Hierzu zählen auch Begleitung und Beaufsichtigung.

Grundsätzlich anerkennungsfähig sind:

  • Betreuungsgruppen für an Demenz erkrankte Menschen mit mindestens Pflegegrad 1
  • Helferinnen- und Helferkreise zur stundenweisen Entlastung pflegender Angehöriger im häuslichen Bereich
  • Tagesbetreuung in Kleingruppen
  • Einzelbetreuung durch anerkannte Helferinnen und Helfer
  • Familienentlastende Dienste und
  • entsprechende Betreuungsangebote

Angebote zur Entlastung von Pflegenden, die der gezielten Entlastung und beratenden Unterstützung von pflegenden Angehörigen und vergleichbar nahestehenden Pflegepersonen in Ihrer Eigenschaft als Pflegende dienen.

Grundsätzlich anerkennungsfähig sind z.B.: 

  • Pflegebegleitung
  • sowie entsprechende Entlastungsangebote.

Angebote zur Entlastung im Alltag, die der Versorgung der Pflegebedürftigen mit den zum täglichen Leben in einem Privathaushalt erforderlichen hauswirtschaftlichen Hilfen, insbesondere der Zubereitung von Mahlzeiten, dem Einkauf von Waren des täglichen Lebens, der üblichen Reinigung der Wohnräume und dem sich Kümmern um die anfallende Wäsche dienen und zum Verbleib in der eigenen Häuslichkeit oder zur gesellschaftlichen Teilhabe beitragen. Dazu gehören nicht Leistungen wie zum Beispiel die Instandhaltung von Gebäuden, die Pflege von Außenanlagen und Handwerkerleistungen.

Grundsätzlich anerkennungsfähig sind z.B.:

  • Serviceangebote für haushaltsnahe Dienstleistungen
  • sowie entsprechende Entlastungsangebote

 

Als Anbieter können anerkannt werden:

I.   Nichtgewerblich tätige juristische Personen, insbesondere freie Träger, Einrichtungen und Organisationen, die qualifiziert ehrenamtlich Tätige als leistungserbringende Personen einsetzen (Anbieterform I).

Anerkennungsfähig sind hier:

  • Betreuungsangebote
  • Angebote zur Entlastung von Pflegenden
  • Angebote zur Entlastung im Alltag 

II.  Für Angebote nach § 45a, Abs.1, Satz 2 Nr. 2 und 3 SGB XII auch gewerblich Tätige im Sinne des § 15 EStG und selbstständig Tätige im Sinne des § 18 EStG mit mindestens einer oder einem sozialversicherungspflichtigen oder geringfügig Beschäftigten nach § 8 SGB IV erbracht werden (Anbieterform II).

Anerkennungsfähig sind hier 

  • Angebote zur Entlastung von Pflegenden
  • Angebote zur Entlastung im Alltag 

III. Für Angebote nach § 45a Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 SGB XI auch qualifizierte Einzelpersonen, die ihre Leistungen im Rahmen eines unmittelbaren Beschäftigungsverhältnisses bei der leistungsempfangenden Person im häuslichen Bereich anbieten (Anbieterform III).

Anerkennungsfähig sind hier 

  • Angebote zur Entlastung im Alltag

 

Förderung nach § 45c ff SGB XI

Wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, ist auch eine Förderung von anerkannten Angeboten nach § 45c ff SGB XI möglich. Die Förderung bezieht sich auf den Auf- und Ausbau von Angeboten und Modellvorhaben und dort insbesondere auf die notwendigen Personal- und Sachkosten, die mit der Koordination und Organisation der Hilfen und der fachlichen Anleitung und Schulung der Helfenden durch Fachkräfte verbunden sind. Die Förderung erfolgt zu 50 % aus Mitteln der Pflegeversicherung und zu 50 % aus kommunalen Mitteln.
Wenn Sie an einer Förderung interessiert sind, sprechen Sie uns bitte an.

 

Anerkennende Stelle für die Stadt Frankfurt am Main ist das

Jugend- und Sozialamt Frankfurt,

Leitstelle Älterwerden im Rathaus für Senioren

Hansaallee 150

60320 Frankfurt am Main

Wenn Sie als Anbieter nach § 45 a, Abs. I SGB XI anerkannt werden, bzw eine Förderung nach § 45c ff. SGB XI beantragen möchten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung, bzw. stellen Sie zunächst einen formlosen Antrag.

Für Rückfragen stehen Ihnen Herr Rühl, Tel. 069 212 33607 oder Herr Preis, Tel. 069 212 39398 von der Leitstelle Älterwerden gerne zur Verfügung.

Anfragen per Email richten Sie bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Rechtsgrundlage für die Anerkennung der Angebote ist neben den §§ 45a ff SGB XII die hessische Pflegeunterstützungsverordnung (PfluV), die Sie hier herunterladen können.

Für weitere Fragen stehen wir gerne zu Ihrer Verfügung!

Ihre

Leitstelle Älterwerden